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Über das Kurort

Geschichte

"Die Heiligen Konstantin und Elena" ist der erste bulgarische Urlaubsort, der am Schwarzen Meer gegründet wurde. Für seine Entstehung hat das Kloster „Der Heilige Konstantin" wegen seiner geografischen Lage und wegen seiner kulturhistorischen Bedeutung eine große Rolle gespielt. Wir wissen nicht, wer dieses Kloster gegründet hat und aus welchen Gründen, aber es handelt sich wirklich um einen der schönsten Orte an der bulgarischen Schwarzmeerküste, mit einem dichten für jene Zeiten unpassierbaren Wald, mit viel heilkräftigem Trinkwasser, das der Heilquelle entsprang und mit der Nähe des Meeres.
 
Die kleine Entfernung des Klosters „Der Heilige Konstantin" zu Varna war der Hauptgrund, dass es für die Welt der Zivilisation wiederentdeckt wurde.
 
Während des Krimkrieges im Jahre 1854 ist hier unter den Expeditionsheeren eine Choleraepidemie ausgebrochen. Die Einwohner von Varna haben nach Rettung gesucht und verließen ihre Wohnungen, um in Zelten im Gebiet um das Kloster zu leben, wo sie die frische Luft und das Wasser aus der Heilquelle genossen haben. Diese Tatsache beweist, dass das Kloster noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts als ein heilkräftiger Ort geschätzt wurde.
 
Im Jahre 1836 haben die Brüder Teodosiy und Agapiy Kantardzhievi aus Veliko Tarnovo das Kloster, das während des Russisch-Türkischen Krieges Schäden erlitten hat, renoviert und haben es bis zu ihrem Tod im Jahre 1868 gut instand gehalten.
 
Nach der Befreiung vom türkischen Reich im Jahre 1891 wurde eine regionale Kommission gegründet, die die Umstände ermitteln sollte, bei denen das Grundstück des Klosters erworben wurde, sowie seine wirtschaftliche Funktion bestimmen. Die Kommission kam zur Schlussfolgerung, dass das Grundstück von den einheimischen Christen gespendet worden sei und dass die meisten Spender aus dem Dorf „Kestritsch" stammten. Bezüglich der wirtschaftlichen Funktion des Klosters wurde am häufigsten die Feststellung geäußert, dass dort der Boden nicht fruchtbar sei und dass es sinnlos wäre, ihn für landwirtschaftliche Zwecke zu benutzen. Die spannendste Ermittlung der Kommission war, dass bis zur Befreiung vom türkischen Reich das Kloster als eine Bank fungiert hatte - es hat Kredite zum Aufbau von Kirchen und Schulen gewährt. Die geliehenen Mittel hat das Kloster durch verschiede wirtschaftliche Tätigkeit gesammelt.
 
Die Geschichte des Klosters nach der Befreiung vom türkischen Reich entwickelte sich auf eine Weise, die unentwegt zu den bedeutendsten Umständen der Entstehung des Urlaubsorts führten. Im Jahre 1880 besuchte der bulgarische Fürst Alexander Battenberg I das Kloster „Der Heilige Konstantin". Die Schönheit der Natur in Varna und der Umgebung verzauberten ihn und er entschied sich dort seine Sommerresidenz zu bauen, wo die Ruinen des Klosters „Der Heilige Dimitar" lagen. Genau das Kloster „Der Heilige Dimitar" wurde zur Residenz des Fürsten und später zur königlichen Residenz umgebaut, die zuerst unter dem Namen „Sandrovo" und später unter dem Namen „Euxinograd" bekannt war. Es blieb nur die Erinnerung an das Kloster und auf seiner Stelle in der heutigen Residenz steht eine kleine Kapelle. Die Wahl fiel auf das Kloster „Der Heilige Dimitar" und nicht auf das Kloster „Der Heilige Konstantin" und das bestimmte in gewissem Sinne die Entwicklung des Klosters „Der Heilige Konstantin" zu einem Urlaubsort. Der Aufbau der Fürstenresidenz führte zur Beschaffung riesiger für jene Zeit Kapitale und belebte die wirtschaftliche Entwicklung in der Region - es wurde eine bequeme Straße bis zum Schloss gebaut, später wurde diese Straße bis zum Ort „Der Heilige Konstantin" weitergebaut und das trug für seine Entwicklung als Urlaubsort bei. Personen von der Staatselite begannen Grundstücke in der Nähe der Fürstenresidenz zu kaufen, dort wurden Villen aufgebaut und auf diese Weise wurde die bewohnte Zone um das Kloster erweitert. Das Interesse vieler an diesem Ort wurde größer und er verwandelte sich in einem attraktiven Ort für Spaziergänge und Erholung, noch bevor er sich zu einem Urlaubsort sich entwickelt hatte.
 
Es ist bewiesen, dass der Urlaubsort "Die Heiligen Konstantin und Elena" das gesündeste Klima an der Schwarzmeerküste hat, somit übertrifft er viele der großen europäischen Urlaubsorte! Deshalb wird er von so vielen Touristen vorgezogen. Im Urlaubsort "Die Heiligen Konstantin und Elena" befreundet sich jeder mit der Natur und beginnt, ihr mit Körper und Seele zu vertrauen. Die ersten Versuche zur Nutzung dieser reizenden Küste für Erholung und Heilung datieren noch von der Zeit vor der Befreiung (1878) wegen der wunderbaren Klimabedingungen, der Naturgegebenheiten und der besonders warmen Mineralquellen. Eine Bestätigung dafür finden wir im Buch „Briefe aus Bulgarien", dessen Autor der russische Reisende und Historiker Viktor Teplyakov ist. Er beschreibt, wie die reichen Kaufleute aus Varna im Kloster "Die Heiligen Konstantin und Elena" sich Zimmer gemietet haben, um dort ihren Sommerurlaub „unter den Klängen von Harmonikas und Tamburinen" zu verbringen.
 
Im Jahre 1907 wurde der Ort ums Kloster "Die Heiligen Konstantin und Elena" von der regionalen Verwaltung von Varna zum Urlaubsort bestimmt. Bemerkenswert ist das folgende Jahr, wenn im zum Kloster angebauten Gebäude die ersten Touristen empfangen wurden. In den dreißiger Jahren wurde es Hotel „Prag" genannt. Zwei Monate dauerte die Urlaubssaison - von Mitte Juni bis Mitte August, d. h. vom Peters- Tag bis zum Marias- Tag. Bis zum Jahre 1912 wurde dort noch ein Gebäude mit 12 Zimmern fertiggebaut, aber nach dem Beginn des Krieges wurde der Urlaubsort vernachlässigt.
 
Im Jahre 1909, mit der Unterstützung der Königin Eleonora, die zweite Ehefrau des bulgarischen Fürsten Alexander Battenberg, wurde im Urlaubsort das erste balneologische Sanatorium für Kinder mit Knochen- und Knorpeltuberkolose, versetzt. Es wurde im Jahre 1905 nach Idee von Dr. Paraskev Stojanov gegründet und verfügte zuerst über ungeeignete Bretterbuden in der Gegend „Karantinata". Im Sanatorium wurden Kinder ab 3 bis 15 Jahre aus ganz Bulgarien, ohne Unterschied in Bezug auf ihre soziale Lage behandelt. Bei den 95% der behandelnden Kinder ist entweder eine Besserung aufgetreten, oder wurden sie vollkommen geheilt.
 
In den dreißiger Jahren wurde viel aufgebaut. Es wurde mit dem Aufbau der Poststation im Jahre 1929 begonnen. Eine originale Ansichtskarte vom Jahre 1934 zeigt uns die Restaurant-Bierhalle im Urlaubsort "Die Heiligen Konstantin und Elena". Dass es dort ein Restaurant mit Tanzfläche und Orchester gab, das  erstklassiger Jazz gespielt hat, war für seine Zeit eine Sensation. Über diese Bierhalle lesen wir auf den Seiten der Ausgabe „Varna, als Urlaubsort". Es wurde eine regelmäßige Buslinie von der Stadt bis zum Urlaubsort organisiert, nicht nur wegen der Bierhalle aber auch wegen der natürlichen Alleen mit Bäumen und der kleinen Parks mit Blumen.
Die Sommergäste, die im August zum Urlaubsort "Die Heiligen Konstantin und Elena" kamen, konnten die wohltuenden, berühmten Weintrauben von Varna genießen. Als Urlaubsort am Meer wurde die der "Die Heiligen Konstantin und Elena" als „Perle der Schwarzmeerküste" bezeichnet, mit der Riviera verglichen und wurde noch das slawische Nizza genannt, aber seit dem Jahre 1933 kam dazu auch der Ruhm eines Urlaubsorts in dem die Heilkraft der Trauben zu genießen ist und der auch im Lande der einzige seiner Art ist.  Die erste Traubenheilanstalt befand sich im Klostergebäude und verfügte über 120 sonnige Zimmer. Das Menü enthielt obligatorisch 3 kg kostenlose frische Trauben, gewöhnlich von der Sorte Dimiat.
 
Sehr wichtig für die Entwicklung der touristischen Industrie war auch das Jahr 1948, wenn mit einem Erlass des Ministerrates die staatliche Wirtschaftsvereinigung für internationalen Tourismus „Balkantourist" gegründet wurde, die auch die Urlaubsorte „Goldstrand" und "Die Heiligen Konstantin und Elena" verwaltete.